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Unvergessliche Aufstiegssaison 2005/2006

Nach zähem Start unter anderem mit Niederlagen gegen Sion, Wohlen und Lausanne kam der FCL immer besser in Fahrt. Der FCL entwickelte eine Selbstverständlichkeit, dass man mit der Zeit trotz Rückständen und anderen Widrigkeiten das Gefühl hatte, nicht mehr verlieren zu können.

Der schlechte Start war mit entsprechend unvorteilhafter Presse und einem gehörigen Druck verbunden, weshalb Exponenten wie der Trainer van Eck mit den Medien nicht mehr sprechen wollten.

Ein Wendepunkt war das Auswärtsspiel am 10.09.2005, das der FCL mit 4-1 für sich entscheiden konnte. Als danach Interviewpartner fürs Radio Pilatus gefragt waren, verweigerte die technische Leitung Auskünfte und schickte mich als Vereinsarzt zum Interview.

Ich habe mich dabei etwas aus dem Fenster gelehnt und leichtsinnig prophezeit, dass diese Saison kein Spiel mehr verloren geht. Dies ist dann auch eingetroffen.

Die Mannschaft ist immer sicherer aufgetreten mit einem Jean Michel Tchouga und einem N’Thiamoah, die wohl ihre beste Saison gespielt haben. Und einem Genc Mehmeti, der mehr als einmal an der Grenze gespielt hat.

Es gab Spiele wie am 19.11.2005 in Meyrin, wo man in der 92. Min den 2-2 Ausgleich erhalten hatte und in der 94. Min dank Daniel Zaccanti noch den 2-3 Siegestreffer erzielen konnte.

Oder am 23.03.2006 als man in Wohlen erneut kurz vor Schluss den Ausgleich kassiert hat und für alle auf der Luzerner Bank klar war, dass man dieses Spiel noch gewinnen wird. Und prompt schlug Tchouga in er 91. Min wieder zu. Man bekam das Gefühl, dass der FCL spielen konnte wie er wollte und trotzdem als Sieger vom Platz ging.

Eine andere Geschichte gab es gegen Chiasso am 23.04.2006. Als man kurz vor Schluss den Ausgleich erhalten hatte, gab die Schiedsrichterin Nicole Petignat ein paar Minuten später einem enervierten van Eck zu verstehen, dass noch genügend Zeit sei, einen Sieg einzufahren. Direkt danach stellte sie einen Chiasso Spieler mit gelb rot vom Platz, als dieser es bei der Auswechslung etwas gemütlich nahm, und Tchouga konnte in der 90.min den 2-1 Siegestreffer erzielen.

Nichts konnte den FCL am Schluss bremsen. Dies war so in den Köpfen verinnerlicht, dass eigentlich nichts mehr schiefgehen konnte. Hauptverantwortlich war das Team van Eck – Lehmann, das sich perfekt ergänzt hat und genau wusste, wie die Spieler anzupacken sind.

Damit wurde meine Prophezeiung wahr und die Aufsteigerjungs stiegen in der für mich als Vereinsarzt denkwürdigsten Saison in die National Liga A auf

Verfasst von: Aufsteigerdoc

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